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Aufbruch in eine neue/andere Modellbahnwelt

Anfang 2010 habe ich meine Leidenschaft für amerikanische Modellbahnen wiederentdeckt, nachdem ich schon vor einigen Jahren schon einmal einen zaghaften Versuch unternommen habe, diese Fahrzeuge für mich zu entdecken. Damals war aber der Reiz der europäischen Modelle noch größer und der Versuch wurde relativ schnell im Keim erstickt. Da ich in den letzten Jahren mehr oder weniger für die Vitrinen gesammelt habe und die Fahrzeuge wenig "Auslauf" hatten, sollte diese Sammelleidenschaft bestraft werden - eine erheblicher Teil der Lokomotiven hatte durch die jahrelange Standzeit; trotz regelmäßiger kürzerer Testfahrten, Schaden genommen (Kunststoffzahnräder geplatzt, Getriebe und Fahrwerke verharzt, Gehäuse obwohl niemals dem Sonnenlicht ausgesetzt waren spröde und brüchig, Metallgehäuse hatten Beulen bekommen, zunehmend steigende Preise für Neufahrzeuge). So fiel der Wechsel zu diesem neun interessanten Betätigungsfeld nicht weiter schwer, zumal jetzt auch eine kleine Anlage in Planung ist, da brauche ich Fahrzeuge, die zuverlässig fahren und nicht erst stundenlang auf ihren Einsatz vorbereitet werden müssen. Bis auf wenige Modelle, habe ich den bis Dato angesammelten Fuhrpark verkauft und mich auf die Anschaffung einiger Modelle nach amerikanischem Vorbild gemacht.

Weiterhin habe ich mir auch in der Anzahl der neu zu beschaffenden Modelle gewisse Beschränkungen auferlegt, keinesfalls sollen es noch einmal so viele werden wie vorher, der Sammlungsbestand waren mal über 250 Lokomotiven und etwa 500 Wagen unterschiedlicher europäischer Bahngesellschaften. Sind wir doch mal ehrlich, die meisten gesammelten Fahrzeuge werden nie im Anlageneinsatz sein, selbst bei vorhandener Anlage werden immer nur Lokomotiven zum Einsatz kommen, die in ihren Fahreigenschaften den Anforderungen entsprechen, der Rest wird sein Dasein in der Vitrine fristen.

Mich haben eigentlich schon immer die Formen der unterschiedlichen Lokomotiven in Amerika fasziniert und das Fahrverhalten der aktuellen Modelle, die ich bisher erstanden habe, kann man eigentlich durchweg als gut bis sehr gut bezeichnen, zumal für mich nur eine Anlage im Analogbetrieb in Frage kommt, hier können die Loks zeigen was sie können, weitgehend leises Fahren, sichere Stromabnahme (es gibt keine Haftreifen), gute Zugkraft durch ein recht hohes Gewicht, meist zwei Schwungmassen, damit werden auch kleinere Unterbrechungen in der Stromzufuhr sicher überfahren. Eine weitere Entscheidungshilfe, für mich stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis der amerikanischen Modelle der verschiedenen einschlägigen Hersteller.

Dann war da noch der Traum aus Kindertagen: Der Santa Fe Zug - 2 EMD F7 A-Units und ein EMD F7 B-Unit ziehen einen silbern glänzenden Zug durch die Landschaft - die Faszination war riesig und der Wunsch nach solch einem Zug wurde auch über die Jahrzehnte nicht kleiner.

Weiterhin bin ich auch aus verschiedenen Gründen auf das Kato-Unitrack Gleissystem umgestiegen, zugegeben man kann über diese System geteilter Meinung sein - für mich ist es die ideale Lösung, ist zwar nicht vorbildgerecht aber der vergleichsweise günstige Preis, im Gleisbett liegende Weichenantriebe (hier muss man berücksichtigen, die Antrieb werden mit Gleich- und nicht wie sonst üblich mit Wechselspannungsbetrieb), sichere stabile Verbindung der Gleise untereinander, dadurch auch sehr gute stromführende Eigenschaften - so kann man mal einfach mal eine Anlage aufbauen - wenn nicht anders möglich auch mal auf dem Fußboden/Teppich - eine sichere Verbindung ist gewährleistet, eine ausreichende Anzahl an unterschiedlichen Kurven-Radien, haben zu dieser Entscheidung beigetragen - die Vorteile überwiegen einfach.

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Stand: 05. Juli 2011

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