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Ae 8/14 - die beiden Lokhälften fahren nicht in einer Linie auf gerader StreckeEnde 2005 war es endlich so weit, die langersehnte E-Lok Serie Ae 8/14 der Schweizerischen Bundesbahn (SBB) - Achsfolge (1´A)A1(A1´)+(1´A)A1A(A1´), Baujahr ab 1931 -, ist als Minitrix Modell auf dem Markt. Jetzt nicht nur für Liebhaber von Kleinserien-Modellen, sondern zu einem vernünftigem Preis für jeden Interessenten erschwinglich.
Das Modell fährt in allen Bereichen sauber
seine Runden. - Doch was ist das? - Da stimmt doch was nicht! - Der bis dahin
etwas entrückte Modellbahner-Blick ändert sich - das Fahrbild der beiden
Lokhälften auf der Geraden, sie bildet sich keine einheitliche Linie, sondern
die beiden Teile fahren im Bereich der sie verbindenden Kupplung versetzt
zueinander. Nun an dieser Stelle der Hinweis, dass Änderungen während der Garantiezeit zum Verlust der Garantie führen. Ich übernehme auch für die beschriebenen Änderungen keine Gewähr. Also bitte genau überlegen bevor man zum Werkzeug greift.
Zitat aus den Überlegungen von Heinz Schärer:Grundsatzüberlegung: Durch die v-förmige Gestaltung der Führungsnut in der Kulisse und des Gegenstückes in der Pufferbohle wird die für eine einwandfreie Linienführung der beiden Lokhälften notwendige Zentrierung der Zugstange verunmöglicht. Die beiden Nocken auf der Zugstange finden keine eindeutige Mittelstellung und gleiten jeweils automatisch auf die eine oder andere Seite und verursachen so den Versatz der beiden Lokhälften bei Geradeausfahrt. Eine mögliche Lösung: Bringt man nun
auf den beiden Spitzen exakt auf der Mitte (s. Foto) eine Ausführung: Ich habe absichtlich in der Foto keine Kerben eingezeichnet, da es sehr schwierig ist, diese maßstäblich darzustellen und falsche Größenverhältnisse leicht irreführen können. Ich empfehle schrittweise vorzugehen indem man jeweils nur ganz wenig feilt und dann wieder probiert. Die Kulisse kann man zur Bearbeitung herausnehmen, sie lässt sich sehr leicht wieder einsetzen. Wenn man die Lok auf den Kopf stellt, kann man von unten sehr gut sehen ob das Ein- und Ausrasten der Nocken funktioniert. Von großer Wichtigkeit für das Gelingen dieser Arbeit ist die Verwendung des geeigneten Werkzeuges. Es gibt im Handel winzige Feilen für Arbeiten an Schlüsseln und Schlösser, die sich gut dazu eignen. Ich habe für die Kerben eine spitzige Rundfeile, größter Durchmesser 3 mm verwendet und natürlich nur mit der Spitze gearbeitet. Da es ziemlich schwierig ist, auf dem Spitz der Kulisse und des Gegenstückes in der Pufferbohle die Feile anzusetzen, habe ich zuerst mit einer kleinen Flachfeile ganz wenig angefeilt um eine bessere Ansatzfläche zu erhalten. Der Eingriff an sich erfordert etwas Fingerspitzengefühl und ist unter Filigranarbeit einzuordnen. Es ist daher äußerste Vorsicht geboten. Wer sich diese Arbeit nicht zutraut, sollte daher darauf verzichten und abwarten bis eine einfachere Lösung verfügbar wird. Ich wünsche all denen, die den Mut haben diesen Eingriff zu wagen eine glückliche Hand und viel Erfolg. Heinz Schärer
Im weiteren Verlauf der Diskussion, wurden von einem Teilnehmer noch genauere Angaben zu den auszuführenden Arbeiten gemacht und auch aus meiner Erfahrung mit den Änderungen, sollten folgende Punkte beachtet werden:
An diesem Fall kann man sehen, dass wir Modellbahner uns auch über große Entfernungen hinweg untereinander helfen können. Wir sind nicht alleine mit unseren Problemen und Problemchen, es gibt immer eine Lösung.
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